Ein Tag am Riff

Zu unserem Riff-Tag will ich gar nicht viel schreiben, sondern lieber Bilder sprechen lassen. Wir haben einen Tag am Riff verbracht, eine Tour, die ich schon in Brisbane gebucht habe. Nur soviel: es war sensationell. Gefahren sind wir mit der „Ocean Freedom“. Der Tag war ein richtig schoenes Erlebnis … schnorcheln, essen und geniessen. Ich hoff euch gefaellt’s …

Me in the morning and tired as hell

Somone else ... tired

The Boat

Harbour Cairns

Gib Gummi

King of the world

Blue ...

Am Ziel

Unser Boetchen

Blue again

Small Island ...

Gluecklich

DSC07572

Must be paradise

Clear, blue water

Gestrandeter Wal?

Meerjungfrau

Postkarte

Cheerio,
Carsten

Von Haien, Schildkroeten und jeder Menge Pressluft -im Angesicht des Todes ;-)

In Cairns haben wir uns beide entschieden einen Tauchkurs zu machen. Eigentlich stand das schon lange auf meiner ToDo-Liste. Es war also Zeit einen weiteren Traum zu verwirklichen. Gebucht haben wir natuerlich wieder ueber Peterpans, unserem Lieblings-Travel-Agent.  Wir haben uns fuer einen 5-Tages Tauchkurs bei „ProDive“ entschieden. Die Company zaehlt wohl zu den besten Tauchausbildern in Australien und gehoert international zu PADI (Professional Association of Diving Instructors). Der Kurs ist aufgeteilt in 2 Tage Pool mit Theorie und dann noch weitere 3 Tage auf dem Boot am Riff. Bevor ich mehr schreibe … wer immer auch mit dem Gedanken spielt einen Open Water Course zu machen, bitte macht ihn mit ProDive. Ich kann den Kurs zu 100% empfehlen (und nein, ich bekomme keine Provision) ;-) Gekostet hat der Spass uebrigens 680 AUD. Im Vergleich zu Deutschland bzw. Europa ein absolutes Schnaeppchen. Der Kurs wird einheitlich fuer 740 AUD angeboten, aber mit ein bisschen handeln bekommt man ihn auch fuer unter 700 AUD.

Pool

Jeden Tag wird man von einem kleinen Shuttle-Bus zum Trainingscenter gefahren. Der Pick-Up ist allerdings sehr frueh. Am ersten Tag mussten wir 07.30 Uhr vor dem Hostel stehen, natuerlich voellig uebermuedet. Am ersten Vormittag war unser Tauchlehrer „Dave“. Insgesamt waren wir 14 Schueler – aus Deutschland, Schweden, England, Niederlande, Oesterreich und Daenemark. ProDive bietet auch Kurse in Deutsch an, aber dann haetten wir nochmal eine Woche warten muessen, also haben wir uns fuer den englischen Kurs entschieden, allerdings mit deutschen Trainingsunterlagen. Die Truppe hat perfekt zusammen gepasst und alle waren super nett. Vormittags gab es erstmal eine Theorieeinheit. Die war jetzt nicht so besonders schwer und eine gute Einstimmung auf alles was noch bevorstand. Aber dazu spaeter mehr, denn erstmal mussten wir jede Menge Papierkram ausfuellen und die medizinischen Tests bestehen … Lungenvolumen, Gleichgewicht, Ohren etc. Uebrigens habe ich beim Lungentest 107% erreicht, der Arzt war ziemlich beeindruck und mein Tauchlehrer spaeter auch, als ich mit mehr Luftvorrat aus dem Wasser gestiegen bin wie ich :-)

Pool

Der Nachmittag war dann allerdings eine ganze Spur haerter, denn wir mussten beweisen, dass wir im Wasser ueberleben konnen. Erst mussten wir 16 Bahnen im Pool auf Zeit schwimmen. Wer mich kennt, der kann sich natuerlich vorstellen, dass ich gleich mal 110% gegeben habe. Ok, ich war auch als erster fertig, konnte mich danach aber auch kaum noch auf den Beinen halten. Musste ich auch nicht, denn die naechste Uebung sah vor, 10 Minuten auf der Stelle im Wasser zu paddeln. Das macht nicht wirklich Spass, denn das Wasser im Pool war nur zu einem bestimmten Prozentsatz salzig, d.h. sich zu halten war um einiges schwerer als im Meer. Ich sag’s mal so, wir waren beide ziemlich tot, tot, tot. Danach gab es natuerlich noch Hausaufgaben. Wir mussten uns in Eigenregie beibringen, wie man mit einem Tauchplaner umgeht. Damit wird einfach berechnet, wie lange man bei welcher Tiefe tauchen darf. Das aendert sich naemlich in Abhaengigkeit von den beiden Variablen Tiefe und Zeit.

Am ersten Abend haben wir nicht viel Schlaf bekommen.  Erstens mussten wir lernen und zweitens hat Demet Probleme mit den Ohren bekommen, so dass wir beschlossen haben, dass es wohl besser ist einen Arzt zu konsultieren. Wir haben dann auch einen gefunden, im oertlichen Krankenhaus von Cairns. Nachdem wir eine ganze Weile gewartet haben, hat eine Schwester die erste Diagnose versucht und reichlich Schmerzmittel gereicht. Nach einer weiteren halben Stunde durften wir dann endlich zum Arzt. Dieser konnte aber auch nicht richtig helfen, denn es gibt keine Behandlung. Das einzige was man machen kann: Paracetamol und warten. Am naechsten Morgen ging es ihr schon viel besser und das ist schliesslich die Hauptsache. Uebrigens hat der Spass beim Arzt 180 AUD gekostet, die natuerlich sofort bezahlt werden muessen. Da lob ich mir das deutsche Gesundheitssystem :-)

Am naechsten Tag mussten wir noch eher raus und es ging direkt in den Pool.  Ein Freund von Jeff hat uns dann die Tauchausruestung erklaert und uns Tips gegeben, auf was wir beim Kauf achten sollen. Ausserdem ist der Mann eine Art wandelndes Wikipedia, wenn es um Dive Spots auf der ganzen Welt geht. Habt ihr gewusst, dass im Bodensee ein 300 Jahre altes Wrack liegt, zu dem man sogar hinunter tauchen kann? Also ich nicht, aber ich weiss schon, was ich in den naechsten 1-2 Jahren machen werde.

Danach ging es wieder in den Pool und wir mussten ein paar wirklich schwierige Uebungen meistern. Meine Horror-Uebung war das abziehen der Maske unter Wasser und wieder aufsetzen. Denn ich habe mich jedesmal verschluckt, weil ich immer Wasser in die Nase bekommen habe. Es kann einem zwar nichts passieren, man kann nicht ertrinken, trotzdem musste ich mich sehr zusammenreissen keine Panik zu bekommen. Das Gefuehl ist nicht wirklich prickelnd ;-)

Nach der Vormittagseinheit gab es dann die verdiente Lunch-Pause. Waehrend die anderen asiatisch essen waren, haben wir uns fuer McDonald’s entschieden. Das hatten wir uns auch verdient. Kurz darauf  ging es in den ProDive Dive-Shop. Getarnt wurde die Verkaufsveranstaltung mit dem Motto: „Kennenlernen der Tauchausruestung“. Aber es war in der Tat eine Verkaufsveranstaltung, denn wir haben alle unterschiedliche Maskentypen anprobiert (das wichtigste beim tauchen) mit dem Ziel auch eine zu kaufen. Das war aber ueberhaupt nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Denn wer auch spaeter noch tauchen moechte (und deswegen macht man wohl auch einen Tauchkurs), dann sollte man sich ohnehin eine eigene Maske zulegen, idealerweise mit passendem Schnorchel. Der Laden hatte noch zwei weitere Vorteile. Erstens: es sind Profis am Werk, die Beratugng ist erstklassig. Zweitens: der Preis – wir haben ordentlich Rabatt bekommen und pro Maske mit Schnorchel um die 200 AUD gezahlt. Das hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt. Bei richtiger Pflege und Lagerung haelt sich so eine Brille problemlos auch ueber 10 Jahre.

Am Nachmittag gab es dann noch ein bisschen Theorie bevor es fuer uns alle zur theoretischen Pruefung ging. Ok, die war jetzt nicht wirklich schwer, denn unser Pruefer hat waehrend der Pruefung den Raum verlassen und was wir in Partnerarbeit nicht loesen konnten, haben wir dann einfach in Gruppenarbeit gemacht. Oh Wunder, alle haben bestanden :-) Aber ehrlich, die Ausbildung ist sehr gut und wir hatten auch ohne Gruppe keinerlei Probleme die Fragen zu beantworten. Haetten wir ein schlechtes Gefuehl gehabt, dann haetten wir alles nochmal mit dem Trainer durchgehen koennen. Denn schliesslich will ich, dass mein Tauchpartner weiss was er tut, denn es kann passieren, dass ich ihm mein Leben anvertrauen muss. Mein Tauch-Buddy war Demet und bei ihr war ich gut aufgehoben. Wir hatten allerdings auch einen Schweden in der Gruppe. Der muss unter Drogen gestanden oder einen verdammt schlechten Tag gehabt haben. Er hat fuer die Pruefung auch 3x so lange gebraucht wie alle anderen, aber trotzdem geschafft. Eines kann ich vorweg nehmen … er hat den Trip ueberlebt und sein Tauchpartner auch :-) Nach dem Test haben wir uns dann noch mit Essen und Bier im Heritage gestaerkt, bevor wir frueh ins Bettt sind, denn am naechsten Tag mussten wir auf’s Schiff und den praktischen Teil unserer Ausbildung meistern.

Pick-Up war, wie sollte es auch anders sein, mal wieder sehr frueh – 05.50 Uhr in der Frueh. Wir sind direkt zum Dive-Shop gefahren um unsere Ausruestung abzuholen. Vorher haben wir uns aber noch schnell Tabletten gegen Seekrankheit geholt. Normalerweise werde ich nicht seekrank, aber ich wollte mir nicht die Tauchgaenge versauen, sicher ist sicher.

Auf dem Boot (ScubaPro II) haben wir dann auch die restliche Crew kennengelernt … als da waeren Oscar (aka Schrankwand) als Dive Master (= Chef vom Ganzen), Aaron (Tauchlehrer), James (der Koch und damit die wichtigste Person an Bord), Nadine (deutsche Tauchlehrerin), Dave (der Skipper, mit einem wahnsinns Namensgedaechtnis) und natuerlich Jeff (unserem Tauchlehrer). Als Einstieg gab es erstmal ein sattes Fruehstueck. Das war auch dringend notwendig, denn im Hostel wollten wir um die Zeit noch nicht essen ;-)

Sonnenaufgang

Nice

Verliebt ... :-)

Zum Schiff: die Kajueten waren super, klein aber fein, das Essen ein Traum (Qualitaet und Quantitaet) und die Crew spitze. Es gab ein Tauchdeck und ein Sonnendeck. Ausserdem konnte man auch drinnen im klimatisierten Raum entspannt sitzen und die Fahrt geniessen. Super komfortabel. Die Fahrt zum Riff hat ca. 3 Stunden gedaudert. Die Zeit hat Oscar genutzt uns eine Einfuehrung in die Sicherheitsmassnahmen an Bord zu geben und Jeff hat uns unsere Safety-Numbers gegeben. Diese mussten wir auswendig lernen, damit niemand im Wasser vergessen wird. Wir wurden nach jedem Tauchgang danach gefragt und auch immer wenn das Schiff die Locations gewechselt hat.

Kleine Orientierung

Neben unserer Gruppe gab es noch eine komplett deutsche Gruppe auf dem Schiff und einige erfahrene Taucher. Darunter eine gedopte Amerikanerin und ihr vermoegender Gatte. Eine furchtbare Frau … aufgespritzte Lippen, aufgespritzter Hintern, aufgespritzter Busen, abgesaugtes Hirn und obendrein geliftet. Jeden Tag ein neuer Badeanzug und voll geschminkt ins Wasser. Ihr Gatte … na ja, sagen wir es mal so … das was sie bei ihr abgesaugt und reingespritzt haben, haben sie ihm scheinbar direkt in die Magengegend gespritzt. Ein furchtbarer Typ, aber zumindest nicht ueberdurchschnittlich laut.

Amis

Insgesamt hatten wir 9 Dives. 5 Zertifizierungs- und 4 Recreational-Tauchgaenge. Das schlimmste war eigentlich jedes mal in die nassen Neoprenanzuege reinzukommen. Meiner ging ja noch, aber Demet ihrer war definitiv zu eng. Ihr haben die Finger vom hochziehen jedesmal richtig weh getan. Und ausserdem war es nass und damit bibber bibber kalt.

View

ScubaPro II

Dive Deck

Kueche

Schlafplatz

Bruecke

Spielkonsole

Wo geht's lang???

Volle Fahrt

Equipment

Die Faehigkeiten, die wir vorher im Pool erlernt hatten, mussten wir nun zum ersten im Meer umsetzen. Das war gar nicht so einfach, denn erstens sind wir tiefer getaucht (um die 12 Meter) und zweitens war das Wasser nun richtig salzig – ein Spass wenn man sich verschluckt ;-) Und jawoll, bei der Maskenuebung habe ich mich total verschluckt, aber trotzdem haben wir alles gut gemeistert. Ich hatte zwar einmal Nasenbluten, aber nur kurz und nicht schlim.

Am spannendsten war es eigentlich bei Nacht zu tauchen (Teil der Ausbildung). Wir haben kleine Leuchtstaebchen auf den Ruecken bekommen und eine Taschenlampe. Der Tauchgang an sich war gar nicht so spektakulaer, aber als wir wieder hoch sind und den Deco-Stop bei 5 Metern gemacht haben, wurden wir von unseren ersten Haien umkreist. Ein wahnsinns Gefuehl. Die Haise sind fuer Menschen nicht gefaehrlich. Die richtig gefaehrlichen Arten (wie Tiger-, Hammer- und weisser Hai) kommen nicht so weit in den Norden, weil die Wassertemperaturen zu hoch sind – hoffentlich wissen das die Haie auch ;-)

Early, very early

Nach 1,5 Tagen auf dem Boot waren wir also nun zertifizierte Open Water Diver. Danach durften wir noch Solo-Tauchgaenge machen. Bei einem dieser Tauchgaenge hatten wir auch eine Unterwasserkamera dabei, die wir uns auf dem Boot ausgeliehen haben. Oscar hat uns sogar einen Einfuehrungskurs in Unterwasserphotografie gegeben. An dieser Stelle ein Tip: Kameras kann man viel guenstiger in Cairns ausleihen und mit auf’s Boot nehmen. Also wer Geld sparen will, sollte sich die Kamera nicht unbedingt auf dem Schiff ausleihen. Und noch ein Tip: die Kamera nicht bei jedem Tauchgang mitnehmen. Man sieht vierl mehr, wenn man sich nicht immer darauf konzentriert ein super Motiv zu schiessen.

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Wir ... glueckliche Diver

Das Team

Sonnenuntergang

Der Rueckweg zum Hafen war sehr rauh, hohe Wellen und viele waren kurz davor ihr Essen dem Meer zu opfern. Leider hatten wir keine Tabletten mehr gegen Seekrankheit und jetzt haetten wir sie wirklich dringend gebraucht. Aber es ist alles gut gegangen und wir sind wohlbehalten im Hafen von Cairns angekommen. Am Abend gab es dann noch ein kurzes get-together mit der Crew, bevor wir dann tot ins Bett gefallen sind.

Aber leider sind wir nicht mehr in unser Bett gefallen, denn wir wurden waehrend unser Abwesenheit aus dem Hostel geworfen :-) Grund: illegale Gepaecklagerung. Na ja, das Hostel wollte 5 AUD pro Tag pro Gepaeckstueck. Das Geld wollten wir sparen und haben es bei Hannah (Demets Reisepartnerin) unters Bett geschoben. Anyway, sie haben unsere ganen Sachen zuim ProDive-Shop gebracht (uebrigens bieten die eine kostenlose Gepaeckeinlagerung fuer die Dauer des Tauchtrips an) – haette man nur wissen muessen ;-) Na ja, so mussten wir uns ein anderes Hostel suchen. Wir haben uns fuer „International Backpackers“ entschieden – das schlimmste Hostel so far. Wir hatten ein Doppelzimmer mit Blick auf das Treppenhaus. Das Zimmer war grau gestrichen und die Bettwaesche braun. Es war wie eine Knastzelle, von der Groesse des Zimmer hatte das uebrigens auch gepasst. Die Sanitaereinrichtungen sind unzumutbar. Ich habe ja schon vieles gesehen, aber warum man sich die Zaehne auf dem Gang putzen muss? Man findet auch Kerle in der Dusche, die sich mal eben entschieden haben, sich eine Glatze zu rasieren. So sieht es dann aber auch aus. Wir waren 2 Naechte in dem Hostel (2 Naechte zu lang), aber wir mussten ja schliesslich auf den Flug nach Darwin warten.

Nochmal eben schnell zusammengefasst:
Der Tauchkurs bei ProDive war das beste was wir bislang in Australien gemacht haben. Wir haben uns total super aufgehoben gefuehlt. Die Ausbildung war top, die Tauchlehrer klasse (besonderer Dank an Jeff und Nadine), das Essen ein Traum und die verschiedenen Dive-Spots mit individuellem Briefing der Hit. 5 Sterne dafuer und die Tauchergemeinde hat auf jeden Fall 2 Taucher mehr. Ich freue mich auf eine Fortsetzung auf Fiji, Samoa, Neuseeland, Westaustralien und Suedostasien. Und ganz ehrlich: kann es einen besseren Ort fuer die ersten Schritte unter Wasser geben als das Great Barrier Reef?! Ich denke nicht. Danke fuer die tolle Zeit. Es gaebe ncoh so viele Geschichten zu erzaehlen, so viele Anekdoten, witziges und interessantes (von Schildkroeten, dem Safety-Shark-Circle, Riffhaien, Nemos, Wasserschlangen, riesigen Muscheln, Spiele an Bord und vieles vieles mehr), aber ich will es mit dem Beitrag mal nicht uebertreiben. Er ist so schon lang genug.

Hier nochmal Fotos vom Tauchgang:

Unser Schiff

Tauchen_1

Scary ;-)

It's me, the guy with the weird hair ;-)

Monster

Riesig

Deadly Creature ;-)

Riff

Cairns – von nervigen Tourguides und atembereaubenden Erlebnissen am Great Barrier Reef

Ich duerft raten: wer war als erstes in Cairns, meine Freundin oder ich? … richtig, natuerliche meine Freundin. Als ich aus dem Bus gestiegen bin und Demet angerufen habe, bekam ich aber schon den ersten Schulterklopfer, denn Julia und Daniel haben mich zufaellig an der Haltestelle stehen sein. Sie waren gerade auf einer „Free-Food“-Tour durch Cairns. Witzigerweise bekommt man fast ueberall Flyer fuer freies Essen in einigen ausgewaehlten Bars. Die versprechen sich natuerlich einen hoeheren Getraenkeumsatz. Das Essen ist auch alles andere als ein Hochgenuss, aber es macht satt und ist schliesslich umsonst.

In Cairns waren wir im „Bellview“-Hostel untergebracht (das schreibt sich wirklich so). Das ist ein ziemlich altes Hostel mit sehr rustikaler Einrichtung. Die Kueche ist ein fetter Minuspunkt aber ansonsten war es sehr nett. Wir hatten die ganze Zeit ein niedliches Doppelzimmer (Zimmer Nr. 9) mit eigenem kleinen Kuehlschrank, kostenlosen Kaffee, einen Fernseher und ein eigenes Bad. Sehr nervig waren die Cleaner (so eine asiatische Putzkolonne mit so einem 1,90m Brecher von Cleaner), die jeden Tag eher gekommen sind. Eigentlich sollten sie so gegen 10.00 Uhr auftauchen, teilweise kamen sie aber auch eine halbe Stunde eher. An Schlaf war dann nicht mehr zu denken. Aber wir hatten noch Glueck, denn Maik & Co. waren in einem anderen Hostel und da hat es mal eben durch die Decke geregnet :-) Das Hostel liegt direkt an der Esplanade, gegenueber der Lagune (wunderschoen zum sonnen und baden – denn ins Meer sollte man nicht gehen).

In Cairns selbst kann man ein bisschen was machen. Wir waren viel bummeln, das ein oder andere mal an der Lagune und eben in den Bars (Woolshed, Gilligans, Rhino Bar, Heritage). Achso und im Botanischen Garten – spart es euch, total unspektakulaer und vergesst das Mueckenspray nicht. Ausserdem waren wir Dauergast bei Peterpans, weil mein Laptop ja den Geist aufgegeben hat. Wir waren fast jeden Tag dort, so dass uns schon alle mit Namen kannten. Aber sie haben auch einiges an uns verdient, schliesslich hat Demet dort Cape Trib gebucht und wir beide unseren Tauchkurs, aber dazu spaeter mehr.

Unseren ersten Trip in Cairns haben wir zum Cape Tribulation gemacht. Ein echter Reinfall und unsere einzige organisierte Tour. Das war auch meine letzte. Wir hatten einen sehr fruehen Pick-Up from Hostel. Unser Guide war am Anfang ja noch ganz lustig, aber der Eindruck verschwand dann nach etwa einer halben Stunde. Irgendwie fand er es lustig uns jedesmal den neuen Tourmitgliedern vorzustellen – natuerlich mit leicht geaenderten Namen – ich war also Garston. Da er das mindestens 6x gemacht wiederholt, war der Gag dann auch schnell gegessen und es war ziemlich nervig. Auf der ganzen Fahrt hat der Typ ununterbrochen gequatscht, ausserdem ist er gefahren wie ein Schwein, selbst fuer meine Verhaeltnisse. Das ist auf den Strassen dort aber nicht zu empfehlen, weil es dann doch mal schnell ein paar hundert Meter rechts oder links die Boeschung runter geht und ja, auch in Australien gibt es Gegenverkehr ;-) Die kleinen Wanderungen durch den Regenwald kann man sich sparen, da gibt es kaum etwas zu sehen. Es sei denn, man ist ein echter Naturliebhaber und kann sich kaum zurueckhalten mal einen Baum zu umarmen. Die Bootstour war dann schon spannender, denn wir haben zum ersten mal Krokodile in natuerlicher Umgebung gesehen – ziemlich beaengstigend.

Photosynthese

Viecher

Urwald

Croco

Croco II

Croco III

Schooooeeeeen

Croco Waters

Wenn man eine 2-Tages Tour mach (so wie wir), dann bekommt man kein Lunch. Fragt mich jetzt nicht wo hier die Logik liegt. Also wer mehr bezahlt bekommt weniger. Wir mussten uns also im Hostel (PK’s) fuer teuer Geld etwas zu essen kaufen. Das PK’s ist ein Witz. Die Kueche wuerde nichtmal den Standards in Ruanda standhalten. Es gibt kein Geschirr, kein Besteck und alles saumaessig dreckig. Der Grund ist ganz einfach … sie haben ein relativ teueres Restaurant inklusive Bar und diese will ja schliesslich ausgelastet sein. Unter aller Sau. Die Zimmer sind auch unter aller sau. Wir hatten einen Dorm. Da gab es sowas wie Matratzen, die den Namen aber nicht verdienen. Sie waren so duenn und durchgelegen, dass wir noch Tage spaeter Rueckenschmerzen hatten. Wir haben dann versucht 2 Matrazen uebereinander zu legen um dann letztlich doch auf dem Boden zu schlafen. Wir waren von der Fahrt ohnehin total im Eimer. Bei Ankunft im Hostel und der ersten Staerkung sind wir an den Strand gegangen um dort zu schlafen. Es war aber zu kalt, also zurueck ins Hostel und weitergeschlafen. Aber es gab ja auch nicht wirklich was zu sehen, bis auf ein paar Aussichtspunkte, die wir dann am naechsten Tag gemacht haben.

Wildwasser

Wildwasser II

Wildwasser III

Outlook

Catamaran

The Beach

Lonely

Ships

Dangerous ;-)

What a view

Demet ...

Paradise

Cape Trib

Farbenpracht

Urwald am Strand

Keine Sau am Strand

Glasklar

Traumhaft

Empfehlung: den Trip nach Cape Trib wuerde ich mir komplett sparen. Lieber ein Auto mieten (wie Hannah) und mit dem 4WD nach Cooktown fahren. Das ist schoener, spannender, spektakulaerer und definitiv ein Abenteuer.

Besucher

Wir waren dann auch mehr als gluecklich endlich wieder in Cairns zu sein. Dort haben wir uns dann auch fuer unseren Tauchkurs bei „Pro Dive“ entschlossen. Die beste Entscheidung bislang. Aber dazu erzaehle ich mehr in einem eigenen Kapitel.

Nachtrag: Wer mal sehen moechte, wie Voegel Strassen als Autobahnen nutzen, der sollte sich in Cairns in der Daemmerung an bestimmte Strassenecken stellen und staunen. Tausende von Voegelnrasen durch die Strassen, so dass Fussgaenger aus Angst nicht ueber die Strasse gehen und Autos stehen bleiben.Voegel schaffen es minutenlang den kompletten Verkehr lahmzulegen. Ein irres Erlebnis. Die Voegel suchen einfach nur ihre Nachtplaetze auf, fliegen aber auf Augenhoehe, wie Kampfjets im Tiefflug. Muss man mal gesehen haben.